Ratgeber | Testament

Testament

Der letzte Wille gilt nicht nur für Ihre Bestattungsvorsorge, sondern auch dafür, wie Sie Ihr Vermögen an die Hinterbliebenen weitergeben möchten. Für den Fall, dass Sie mit der gesetzlich festgelegten Erbfolge nicht einverstanden sind, sollten Sie ein Testament verfassen. Darin können Sie bestimmen, wer was, wie viel und unter welchen Bedingungen erben wird. Zwar gibt es einen gesetzlich vorgeschriebenen Pflichtteil, der das Vermögen der Erbfolge entsprechend aufteilt, jedoch ist dieser kleiner, sodass Sie über den größten Teil des Erbes frei verfügen können.

Die gesetzliche Erbfolge sieht vor, dass Kinder und Enkel als erstes erben (Erben erster Ordnung). Das Erbe des Ehegatten richtet sich danach, welcher Ordnung die Erben angehören, die neben dem Ehegatten erben. Gesetzlich gilt: Neben Erben der ersten Ordnung (Kinder und Enkel) erbt der Ehegatte ein Viertel des Nachlasses und neben Erben der zweiten Ordnung (Eltern und Geschwister) erbt der Ehegatte die Hälfte.

Familienangehörigen, die den Verstorbenen gepflegt haben, steht per Gesetzt ein höherer Anteil am Erbe zu.

Über Einzelheiten des Erbrechts können Sie sich von einem Notar oder einem spezialisierten Juristen umfassender informieren.

Ein Testament muss handschriftlich verfasst und mit Datum und dem Vor- und Zunamen unterschrieben werden. Bei Ehepartnern müssen beide unterschreiben, auch wenn nur einer das Testament niedergeschrieben hat.

Wenn Sie ein Testament hinterlassen, kann das für Ihre Angehörigen eine große Hilfe sein. Keiner muss sich dann in einer psychisch hoch belasteten Situation um den Nachlass kümmern, was eventuell sogar noch zu Auseinandersetzungen führen kann.

 

Erben und Vererben (Bundesministerium der Justiz)